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Arbeitsspeicher
Autor admin | 03.08.2008 | Kategorie Arbeitsspeicher
In jedem Computer muss ein Arbeitsspeicher vorhanden sein, der notwendigen Daten zum aktuellen Zeitpunkt bereithalten muss. Schon seit einigen Jahren werden diese Speichermodulen bei Personalcomputer als DDR-SDRAM bezeichnet.
DDR-SDRAM steht dabei für “Double Data Rate Synchronous Dynamic Random Access Memory”. Diese Innovation erreicht fast die doppelte Bandbreite gegenüber dem traditionellen SDRAM-Speicher, indem die Neuentwicklung ein Datenbit über die steigende UND die fallende Flanke des Taktsignals ohne Erhöhung der Taktfrequenz überträgt.
Damit das DDR-Verfahren zur gewünschten Beschleunigung führt, sollte die Anzahl der zusammenhängenden angeforderter Daten stets größer oder gleich der doppelte Busbreite sein. Dies kann aber technisch bedingt nicht immer gesichert werden, daher ist der DDR-SDRAM im Vergleich zum älteren SDRAM-Standard bei gleichem Takt nicht genau doppelt so schnell. Ergänzend ist zu beachten, dass Steuer- und Adresssignale in Abweichung von den Datensignalen lediglich in einer Taktflanke gegeben werden können.
DDR-SDRAM für Desktop-Computer DIMMs haben 184 Pins (im Gegensatz zu 168 Pins auf SDRAM oder 240 Pins auf DDR2-SDRAM). DDR für Notebooks haben 200 Pins, was die die gleiche Anzahl wie bei DDR2 SO-DIMMs bedeutet. DDR-SDRAM arbeitet bei einer Spannung von 2,5 V, im Vergleich zu 3,3 V für SDRAM. Dies führt zu erheblich reduziertem Stromverbrauch.
DDR wurde vom DDR2-SDRAM abgelöst, um durch einige Änderungen eine höheren Taktfrequenz zu ermöglichen, arbeitet aber nach wie vor nach dem gleichen Prinzip. DDR3-SDRAM ist ein neuerer Standard, bietet eine noch schnellere Performance und einige neue Features.
Bei DDR2-SDRAM wird statt mit einem Zweifach-Prefetch mit einem Vierfach-Prefetch gearbeitet. Prefetching bedeutet, dass pro Adressierung die Daten parallel von mehreren Adressen ausgelesen und geschrieben werden können.
DDR2-SDRAM Speichermodule besitzen 240 Pins ebenso wie DDR3-SDRAM. DDR2-Module sind aber nicht kompatibel mit den alten DDR-Modulen und benötigen daher unterschiedliche Slots.
Zwecks Erhöhung der Taktraten und zur gleichzeitigen Senkung der Stromanforderung wurde die Versorgungsspannung von DDR2-Modulen auf 1,8 Volt verringert. Dies verringert auch die Wärmeentwicklung.
DDR3 ist eine Weiterentwicklung des DDR2-SDRAM, bei dem nicht mehr ein Vierfach-Prefetch sondern ein Achtfach-Prefetch verwendet wird wird.
Die neuen Chips sind damit deutlich schneller als DDR und auch DDR2-Speicherchips. Auch konnte die Spannung etwas gesenkt werden, wodurch dieser Speichertyp für den mobilen Einsatz prädestiniert ist, wo man auf längere Akkulaufzeiten Wert legt.
Man geht davon aus, dass die neue Speichergeneration im nächsten Jahr einen Marktanteil von Zwei-Drittel am gesamten DRAM-Markt überschreiten wird.
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