Betriebssystem sowie die Anwendungsprogramme eines Computers können immer zwei verschiedene Arten von „Arbeitsspeicher“ nutzen.
Bei dem ersten Typ handelt es sich um den so genannten „physikalischen Speicher“. Damit ist der Speicher gemeint, welcher sich in den zu einem Computer zugehörigen Speicherchips befindet. Dies bezeichnet man als RAM (Random Access Memory), welches bereits beim Kauf eines Rechners in diesem enthalten ist.
Die zweite Art von Arbeitsspeicher bezeichnet man als „Auslagerungsspeicher“ oder auch „virtuellen Speicher“. Der Auslagerungsspeicher hat seinen Platz in der Festplatte und ein Betriebssystem hält einen Teil hiervon zum Auslagern von einzelnen Speicherbereichen frei, so dass es auf diesen Auslagerungsspeicher zurückgreifen kann, sollte sich die Kapazität des physikalischen Speichers verringern.
Ein Betriebssystem entfernt Daten aus dem physikalischen Speicher, bei denen es davon ausgeht, dass der Benutzer des Rechners diese in absehbarer Zeit nicht wieder brauchen wird und schreibt diese Daten auf die Festplatte. Anschließend werden durch das Betriebssystem neue Daten geladen, welche der Benutzer nun gerade benötigt. So wird der Speicherinhalt auf die Festplatte „ausgelagert“. Der Auslagerungsspeicher arbeitet nicht so schnell wie ein physikalischer Speicher, weshalb die Betriebssysteme versuchen, wenn möglich solche Daten, die oft benötigt werden, im physikalischen Speicher zu belassen.
Ein gesamter Arbeitsspeicher besteht also aus dem physikalischem und dem virtuellem Arbeitsspeicher.
Das Speicher-Informationsmodul ist ein Fenster, in dem u.a. die Auslastung der beiden Arbeitsspeicher angezeigt wird. In dem Betriebssystemen von Windows nennt sich dieses Modulfenster „Task-Manager“. In der Version XP hat man darauf Zugriff, indem man durch Rechtsklick auf die Taskleiste, dieses Fenster aufruft. Unter dem Menüpunkt „Systemleistungen“ werden dann die Kapazitäten der jeweiligen Speicher angezeigt.
Als Alternative kann man den Task-Manager auch mit der Tastenkombination STRG/ALT/ENTF aufrufen, wie dies auch in älteren Versionen von Windows möglich ist.
Das Speicher-Informationsmodul ist in seinem Modulfenster in verschiedene Bereiche geteilt.
Im oberen Bereich werden Daten über die Speicherkapazität des physikalischen Speichers angezeigt, wie z.B. belegter Speicher, Pufferspeicher oder auch der gesamte Speicher. Die Werte hierfür werden in Byte und Megabyte angegeben.
Der untere Bereich des Modulfensters ist in drei Anzeigen aufgeteilt, welche sich in Bereiche für den Gesamtspeicher, also der Summe aus virtuellem und physikalischen Speicher, für den physikalischen Speicher, sowie für den virtuellen Speicher gliedern. Rote Bereiche zeigen den belegten Speicherplatz und grüne Bereichen den jeweiligen freien Speicherplatz an.
Nachfolgend noch einige Hinweise
Möchte man die Informationen des Speichermoduls auswerten, so ist es ratsam, sich nach aktuellen Trends umzuschauen, da die exakten Werte für die Speichertypen ständig wechseln.
Falls ein Rechner nicht genügend Speicherplatz zur Verfügung hat, so kann man den Auslagerungsspeicher erhöhen oder sich auch mehr physikalischen Speicher erwerben.
Wenn der Computer oft nur sehr langsam arbeitet und es scheint, als würde er permanent nur auf der Festplatte arbeiten, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der physikalische Speicher des Systems ziemlich ausgeschöpft ist und so der Rechner auf den Auslagerungsspeicher zurückgreifen muss, welcher natürlich wesentlich langsamer arbeitet. In solchen Fällen ist es unbedingt zu empfehlen, den physikalischen Speicher zu erhöhen, womit die Geschwindigkeit des Rechners dann auch effizient beschleunigt wird.