Arbeitsspeicher für ein Leben lang?

Autor admin | 01.12.2008 | Kategorie Allgemein

Wie lange ist Lebenslang?
Lebenslange Garantie - Limited Lifetime Warranty
Gerne wird von unseren Interessenten und Kunden darauf hingewiesen, dass Wettbewerbsprodukte anstatt mit einer Garantie von nur 10 Jahren mit einer wesentlich längeren Garantie angepriesen werden. Nämlich werden mancherorts DIMM und SO-DIMM angeboten, meist von US-Herstellern stammend, die mit einer “Lebenslangen Garantie ausgestattet” sind.
So mag sich nun der Käufer sagen, „länger als 10 Jahre lebe ich locker, und vielleicht ist mein neuer PC oder Notebook nun wirklich der Freund meines Lebens“. Und sozusagen mit dem Kauf eines solchen DIMM oder SO-DIMM eine Lebensversicherung für seine Arbeitsspeicher mit ab zu schließen ist doch wirklich ein verlockendes Angebot.
Der IT-Verantwortliche kalkuliert, „manche unserer Server und Systeme sind ja länger als 10 Jahre in Betrieb, da gehe ich lieber auf Nummer sicher und Kaufe das Produkt welches mir ein Leben lang nach Ausfall ersetzt wird“. Man muss nämlich wissen nach den Netzteilen, der Harddisk und der CPU ist der Arbeitsspeicher eine der am meisten zu Ausfällen neigenden Komponenten in einem Server.
Jetzt ist es aber schlichtweg so, dass man in Falle solch einer vermeintlich beruhigenden vernünftigen Entscheidung für eines dieser Produkte bereits nach 2-3 Jahren eine unangenehme Überraschung erleben könnte. Der Begriff „Lebenslange Garantie“ entstand durch die Übersetzung durch die Importeure und Händler dieser Produkte der in der USA gerne verwendeten Begriff „Lifetime warranty“ bzw. einer „Limited Lifetime warranty. Diese „Lebenslange Garantie“ hört sich erst einmal sehr gut an. Viel besser als 2 Jahre, 5 Jahre oder sogar 10 Jahre Garantie.
Die Ernüchterung aber folgt nun. Der Zeitraum den eine „Lebenslange Garantie“ bzw. “Limited Lifetime Warranty“ darstellt umfasst nicht das Leben des Käufers wie man zuerst annehmen würde, auch nicht einen sehr sehr langen Zeitraum von 40-50 Jahre oder für immer bzw. bis in alle Ewigkeit. Dies suggeriert uns aber ein abstrakter Begriff wie „ein Leben lang“ auf den ersten Blick, und es wird auch leider sehr gerne vorsätzlich von den Anbietern in ihren Shops und auch EBAY so verwendet.
Leider handelt es sich aber ganz banal um den Zeitraum der üblichen “Lebensdauer“ eines Gerätes. Der ist aber erfahrungsgemäß lang, aber offiziell bei einem Notebook, einem PC, einer Workstation einem Drucker oder eines Servers nur ca. 3- 5 Jahre. Man könnte sich auch grob aber ohne Rechtsanspruch an den AFA-Tabellen des Finanzamts orientieren.
Jetzt können Sie in etwa Einschätzen in welchen Zeitraum eine „Lebenslange Garantie“ vom Anbieter geleistet wird. Im Ursprungsland dieses Terminus ist dies jedem Bekannt und kein Problem für alle Verkäufer und Käufer.
In unseren Landen sorgt dieser Zusatz leider immer noch für Staunen ob der hohen Qualität und Haltbarkeit der Produkte dieser aus USA oder Asien stammenden Hersteller.
Der Gesetzgeber hat aber dieser unklaren Rechtslage und auch irreführenden Werbung ein Ende gesetzt und erlaubt die Verwendung dieses Begriffes nicht mehr. Ebenso verstößt ein Anbieter gegen das Wettbewerbsrecht wenn er eine Garantie anbietet die länger als 30 Jahre gelten soll. Damit würde er in die gesetzlich geregelten Verjährungsfristen eingreifen und diese verlängern.
Sie können nun selbst entscheiden welche Aussage zum Zeitraum der Garantie für einen Arbeitsspeicher Sie für transparenter und vertrauensvoller erachten. 10 Jahre Garantie oder Lebenslang.

Die Auswirkungen sinkender DRAM-Preise

Autor admin | 01.12.2008 | Kategorie Allgemein

Für die gesamte Performance bzw. Geschwindigkeit eines Computers ist, neben dem Prozessor, der Arbeitsspeicher mindestens genauso wichtig. Während die meisten PC-Anwender für CPUs und Grafikkarten jedoch bereit sind gutes Geld zu zahlen, wird beim Kauf von Arbeitsspeicher gerne gespart.
Eine Erweiterung des Arbeitsspeichers gilt als einfachste Methode einem PC zu größerer Leistungsfähigkeit zu verhelfen. Der Arbeitsspeicher, kurz RAM, ist sozusagen das Kurzzeitgedächtnis eines Computers. RAM steht für „Random Access Memory“. Ohne RAM, dessen Inhalt bei Unterbrechung des Stromkreises verloren geht, läuft gar nichts. Die meisten Speicherchips basieren in der heutigen Zeit auf DRAM. DRAM bedeutet dynamischer RAM und muss alle paar Millisekunden neu beschrieben werden, damit der Inhalt nicht vergessen wird. Da RAM und CPU sehr eng zusammenarbeiten sollte man sich gerade in der heutigen Zeit für ein etwas besseres RAM-Modul entscheiden, welches mit entsprechend guten Zugriffszeiten aufwarten kann. Klar sind die extrem billigen Angebote für No Name Speicher sehr verlockend, doch auch die Marken-Module sind inzwischen durchaus für jeden erschwinglich. Die DRAM-Preise befinden sich nun schon seit längerer Zeit in einem Sturzflug. Speichermodule gibt es heute vergleichsweise zu absoluten Schleuderpreisen, was am Überangebot auf dem Markt liegt. Verschiedene Prognosen behaupten sogar, dass sich am Preisniveau von DRAM kaum etwas ändern wird, da das Überangebot auf dem Markt zu einem gnadenlosen Wettbewerb zwischen den Anbietern führt und dadurch ein enormer Preisdruck entstanden ist. Dieser Wettbewerb wird durch die inzwischen vielen No Name Hersteller zusätzlich angeheizt. Viele DRAM-Hersteller haben deshalb bereits hohe Verluste erlitten bzw. müssen auch in naher Zukunft weiterhin mit hohen Verlusten rechnen. Durch die konstant sinkenden DRAM-Preise sind die Hersteller natürlich zum Handeln gezwungen, sofern sie nicht längst Maßnahmen ergriffen haben. Einige Speicherchipspezialisten haben ihren Chip-Ausstoß um ein vielfaches erhöht, was allerdings nicht zum erhofften Ziel geführt hat. Der Umsatz der Chip-Hersteller ging weiter zurück, da sie nicht in der Lage waren, den Preisverfall durch die gesteigerte Produktion aufzufangen. Viele Firmen versuchen die finanziellen Verluste, die aus dem DRAM-Preisverfall entstehen, durch Abbau von Personal oder anderen Einsparmöglichkeiten zumindest zu reduzieren. Inzwischen haben sogar einige Hersteller ihre Kapazitäten der schwachen Nachfrage angepasst und sie gekürzt. Experten glauben aber, dass nur weitere Kapazitätskürzungen und eine damit verbundene weitere Absenkung der produzierten DRAM-Mengen weltweit für Entspannung sorgen kann. Da eine Erholung der Speicherchippreise bei weitem nicht in Sicht ist, haben andere Anbieter auch schon zu drastischeren Maßnahmen gegriffen und haben bereits den Verkauf von DRAMs in den Spottmarkt gestoppt. Sie erfüllen nur noch ihre Vertragspflichten. Auf jeden Fall kann man sagen, dass die Firmen auf den DRAM-Preisverfall reagiert haben. Das beweisen auch zahlreiche andere Beispiele. Viele DRAM-Produzenten bauen beispielsweise DRAM-Bauformen mit weniger Konkurrenz, Kombichips oder NAND-Flash-Speicherchips um ihre Verluste auszugleichen oder die Profite zu retten. Viele Chiphersteller haben auch ihre Speicherchipsparten in eigenständige Unternehmen ausgegliedert, um so den Preisschwankungen dieses Marktes zu entgehen. Viele große DRAM-Hersteller suchen sich mittlerweile auch Partner für Investitionen in Fertigungswerke, um sich anschließend den Chipausstoß zu teilen.Ob und wann es zu einer Konsolidierung der Speicherchipbranche kommt, ist momentan überhaupt nicht abzusehen. Während DRAM-Hersteller in naher Zukunft wieder mit steigendem Umsatz rechen, sind Marktforscher davon überzeugt, dass sich die momentane Situation leider nicht so schnell ändert.

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