Wer seinen Rechner “tunen” oder sich ein komplett neues System zusammenstellen will, sollte sich an einen Fachmann seines Vertrauens wenden.
Zumindest finanziell ist PC- technisches Halbwissen nicht zu empfehlen. Denn falsche Komponente bei ebay und Co. zu erstehen, ist eben nicht immer die günstigste Variante.
Ein Fachmann kann euch nicht nur über die genaue Leistung und Funktionsweise der Hardware informieren, sondern euch auch gleich sagen, ob das gewünschte Teil zum Rest passt.
Ein Beispiel ist der Erwerb einer Festplatte. Das Mainboard ist hinüber, ihr ersteht ein Neues und denkt euch: “Da könnte ich mir doch gleich eine neue Festplatte gönnen, vielleicht eine größere.”
Soweit ja gar keine schlechte Idee, wenn man weiß, dass das besagte neue Board nur Platz für eine S-ATA Platte bietet. Wer das nicht weiß, ist bei eBay ziemlich aufgeschmissen und kauft prompt die altbekannte IDE Festplatte.
Kennt man sich nicht mit Kompatibilität einzelner Komponenten aus, könnte man sich bei einem solchen Fehlkauf glatt in den A… – na ihr wisst schon – beißen. Das böse Erwachen habt ihr nun, sowie das Wissen, dass ihr das falsch gekaufte Teil niemals zum gleichen Preis wieder loswerdet – zumindest meistens.
Also, die Differenz beim Verkauf müsst ihr nun wegstecken und noch einen Versuch starten, ein passendes Teil zu bekommen.
Diesmal seid ihr hoffentlich schlauer und wendet euch gleich an einen Fachmann. Aus Fehlern lernt man ja bekanntlich.
Das Selbe Spiel gilt bei sämtlichen anderen Hardwarekomponenten, wie zum Beispiel beim Arbeitsspeicher. Die meisten neuen Mainboards haben Steckplätze für DDR2 Speicher. Alte Boards hingegen stehen mehr auf DDR1 oder gar SD-RAM. Also: Wer keine Ahnung von Steckplätzen, DDR Ram und solchen Dingen hat, dem hilft auch eBay nicht wirklich weiter. Leider ist das dort nämlich nicht wie beim Autoteile- Kauf. Wäre ja auch ziemlich aufwendig, wenn jeder PC irgendwelche Schlüsselnummern hätte.
Wie dem auch sei. Bevor man also mit ganz vielen, ganz neuen und total sinnlosen Teilen in seinem Wohnzimmer sitzt und versucht, das “Puzzle” irgendwie zusammen zu kriegen, schaut man am besten einfach ins Branchenbuch, sucht sich die Adresse eines Computerladens raus und marschiert entweder mit dem zu verbessernden PC, oder aber mit einer Vorstellung von dem, was man überhaupt braucht (Leistung, für welchen Gebrauch das Ganze ist, etc.) dorthin.
Und schon haben wir den nächsten Vorteil des kleinen Computerladens um die Ecke: Wer wirklich zwei linke Hände und null Plan hat, kann sich Alles professionell zusammenbauen lassen, und das oft für wenig Geld oder sogar kostenlos.
Fazit: Ebay und Co. basteln euch euer System nicht zusammen und geben auch nicht an, was womit zusammenpasst. Das kann nur der Fachhandel.
Und noch ein Tip für Profibastler: Auch für euch lohnt sich ein Abstecher in den Laden. Ihr bekommt da immer die besten Tips für neue Hardware. Und das, ohne sich teure PC- Zeitschriften gekauft zu haben.