Trends auf dem Arbeitsspeichermarkt: DDR4 steht vor der Tür!

2014 erreicht der DDR4-Standard für SDRAM-Chips endlich den Server-Markt für Arbeitsspeicher. Hier die Eckdaten.

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| Tom Bauer | Schreibe eine Antwort
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DDR4

Mehr Performance und Energieeffizienz verspricht die vierte Ausgabe des DDR-Standards für SDRAM-Chips, den die zuständige Organisation JEDEC schon im September 2012 verabschiedet hat. Dieses Jahr erreicht die DDR4-Speichertechnik endlich den Server-Markt. Die Einführung von DDR4-SDRAM im Office- und Consumer-Bereich zeichnet sich für 2015 ab.

DDR-Standard herrscht vor

Seit über einem Jahrzehnt beherrscht der DDR-SDRAM-Standard den Arbeitsspeichermarkt. Die „double data rate“-Technologie verarbeitet pro Takt zwei Datenpakete – je eines bei der auf- und absteigenden Taktsignalflanke –, was im Vergleich mit anderen Techniken für eine deutlich höhere Leistung sorgt. Als Weiterentwicklung von SDRAM brachte die Industrie die ersten DDR-Chips und -Mainboards Ende der 1990er Jahre auf den Markt. Mit den nachfolgenden Generationen des Standards, DDR2, DDR3 und DDR4, adressiert die JEDEC wachsende Anforderungen an Geschwindigkeit und Kapazität von Arbeitsspeicher.

DDR4 im Überblick

DDR3
DDR4
Taktrate
max. 1.866 MHz
1.600-3.200 MHz
Spannung
1,35 V und 1,5 V
1,2 V
Kontakte / Pin
DIMM: 240 Pin
SO-DIMM: 204 Pin
DIMM: 288 Pin
SO-DIMM: 260 Pin

Tabelle: DDR3 vs. DDR4 – Eckdaten im Überblick

DDR4-SDRAM-Module präsentieren sich auch weiterhin als DIMM bzw. platzsparende SO-DIMM. Die vorgesehenen Kapazitäten bewegen sich zwischen 4 und 128 GB pro Modul. Die Zahl der Kontakte erhöht sich bei der jüngsten Arbeitsspeichergeneration auf 288 Pin (bzw. SO-DIMM: 260 Pin).

Die weiterentwickelte Chip-Struktur ist noch kompakter als bei den Vorgängergenerationen. Das ermöglicht höhere Taktraten und damit eine höhere Datentransferleistung der DDR4-Module. Der Takt der ersten DDR4-Arbeitsspeicher liegt bei 1.600 MHz, in der vollen Ausbaustufe sieht die JEDEC-Entwicklungs-Roadmap Taktraten von bis zu 3.200 MHz vor.

DDR4-Speichermodule arbeiten mit 1,2 Volt energieeffizienter als ihre Vorgänger.

Markteinführung

Wenngleich die Speicherhersteller bereits seit Jahren mit DDR4 experimentieren, hat sich die Markteinführung bislang verzögert, da weder die Plattformen von AMD noch von Intel den jüngsten Standard unterstützen. Erste Boards mit DDR4-Unterstützung werden im Herbst 2014 mit den Intel-Prozessoren des Typs XEON E5 V3 – Haswell-EP zu finden sein.

Die Speicherhersteller setzen alles daran, um für den offiziellen Start optimal gerüstet zu sein. So hat etwa Samsung bereits den Start der Massenproduktion von Server-Modulen auf Basis von DDR4 mit einer Kapazität von 16 und 32 GB gemeldet. Mit dem Marktstart werden DDR4-Module auch bei CompuRAM verfügbar sein.



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