„Verlorener“ Arbeitsspeicher? Das 4GB-Phänomen

Nicht das Modul selbst ist die Ursache, wenn weniger als der installierte Arbeitsspeicher angezeigt wird.

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| Tom Bauer | 11 Antworten
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Auch wer beim RAM-Upgrade alles richtig gemacht hat, steht insbesondere bei älteren Systemen gelegentlich vor dem Phänomen, dass das Betriebssystem weniger als den installierten Arbeitsspeicher anzeigt. Am bekanntesten ist der Fall, dass 4GB oder mehr physikalischer Speicher vorhanden sind, aber nur 3,25GB oder weniger adressiert werden können.

Woran liegt das?

Aufgrund der Anforderungen, die sich aus der PC-Architektur ergeben, wie z.B. Motherboard-Ressourcen oder Limitierungen wegen des Betriebssystems, können manche Plattformen unter Umständen nicht die volle Kapazität des im System physikalisch eingebauten Arbeitsspeichers nutzen.

Grundsätzlich ist zur Nutzung von mehr als 4GB Arbeitsspeicher ein 64-Bit Betriebssystem notwendig. So können in einem 32-Bit-Betriebssystem aufgrund der Rechnerarchitektur nicht mehr als 232 Byte adressiert werden, was die Arbeitsspeicher-Nutzung auf 4GB limitiert.

Wenn diese Einschränkung als mögliche Ursache für zu wenig angezeigtem RAM auszuschließen ist, hat das „4GB-Phänomen“ zugeschlagen. Dieses entsteht dadurch, dass die nachfolgend aufgeführten Systemressourcen Teile des Adressbereichs zwischen 2 und 4GB für interne Adressierungszwecke blockieren – und dementsprechend verringert sich der für das Betriebssystem verwendbare Arbeitsspeicher:

  • System BIOS
  • Motherboard Resources (I/OxAPIC)
  • Memory Mapped I/O
  • PCI Express Configuration Space
  • Additional PCI Device Memory (Graphics Aperture)
  • VGA Memory
  • etc.

Obwohl dieser Adressbereich scheinbar nicht nutzbar ist, ist er somit ein aktiver Teil des Gesamtsystems.

Wie kann ich den physikalischen Speicher dennoch vollständig nutzen?

Bei manchen neueren Systemen lässt sich durch Aktivierung des „Memory Remapping“ im BIOS dieser Bereich in einen höheren Adressraum jenseits der 4GB verschieben, so dass der eingebaute Speicher für das Betriebsystem wieder nutzbar ist.

Weitere Hilfestellungen, wenn das RAM-Upgrade nicht zum gewünschten Ergebnis geführt hat, finden Sie in unserem „Troubleshooting Quick Guide„.

Ausführliche Erläuterungen zu diesem Thema aus Sicht von Microsoft finden Sie unter
http://support.microsoft.com/kb/929605/de.



11 Kommentare zu “„Verlorener“ Arbeitsspeicher? Das 4GB-Phänomen

  1. Christian Prutti

    Hallo,
    Besitze einen Aspire 7720Z – 322G32Mi mit 2GB Hauptspeicher.
    Betriebssystem jetzt neu – Win10 64Bit
    Würde gerne auf das Maximum aufrüsten – Wieviel ist möglich?
    mfg Christian Prutti

  2. Martin Fegerl

    Hallo!
    FRAGE: habe ein toshiba satellite a210-16y Notebook welches bei Auslieferung vista32 bit installiert hatte mit original 2GB ram. NUN habe ich win7 64 bit installiert und möchte gerne auf 8GB aufrüsten, ist es möglich? danke

  3. halil nas

    ich habe auch ein dell vostro 1000 mus ich es auf win 7-8 oder 10 upgrade machen um 4 gb zum nutzen oder geht es mit vista

  4. Fritz Zw.

    Habe hier einen DELL Vostro 1000 „reaktiviert“ :
    120gb Intel SSD
    2x2gb SoDimm Samsung ( obwohl lt. DELL max 2gb gesamt)
    Win 7 Pro 64
    Erkennt die 4 gb und davon sind 3,73 verfügbar …
    ……………………………..
    einzig der Akku macht Probleme ( 17min max ) …
    … und die „Freunde“ von Dell haben von 14,8 auf 11,1 Volt umgestellt
    und die 14,8er Akkus bekommt man nirgends …
    Grüße
    Fritz

  5. Steven Heßmer

    Habe genau das selbe Phänomen. Habe auch einen Lenovo 3000 N100. Bios ist auf dem Stand von Juni 2007.

    Lenovo Systemupdate – Tool zeigt keine neuen Aktualisierungen.

    Die Einstellung Memory-Remapping ist nicht zu finden.

    Cpu upgrate wurde gemacht auf Intel T7600 2,33 GHz 64 bit. Windowsversion 64 bit auch installiert.

    msconfig -Einstellungen auch überprüft.

    Bitte um Rat, ich bin mit meinen Latein am Ende.

    Schon einmal vielen dank für Ihre Hilfe.

    1. Steven Heßmer

      Ach ja, vllt noch wichtige Info:

      Installierter Arbeitsspeicher 4,00 GB (2,99 GB verwendbar)

      1. Ennenn

        Hallo,

        der Fehler kann auch eine andere Ursache haben.
        Es kann auch am Chipsatz liegen. Ich hatte ein IBM/Lenovo ThinkPad T60 mit einer 64-bit-CPU und 2x 2GB RAM aufgerüstet. Das BIOS erkennt, daß physisch 2x 2GB RAM eingebaut sind. Beliebige Betriebssysteme erkannten nur 3 GB – Recherche im Internet ergab, daß das am Speicherkcontroller liegt und somit nicht zu ändern ist, auch nicht mit BIOS-Updates.

        Gruß
        Ennenn

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