Arbeitsspeicher – wozu brauche ich den?

Wir erklären Ihnen Funktionsweise und Stärken des Arbeitsspeichers

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| Tom Bauer | 9 Antworten
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So gut wie jeder PC-Nutzer glaubt zwar zu wissen, dass viel Arbeitsspeicher besser ist, doch warum genau dies der Fall ist, wissen wohl nur die wenigsten Anwender. Dieser Artikel gibt Aufschluss darüber, was genau der Arbeitsspeicher überhaupt macht und wie er funktioniert.

Expressanbindung an die CPU

RAM – also Random Access Memory, wie Arbeitsspeicher auch genannt wird – dient in erster Linie dem Betriebssystem beziehungsweise der CPU für einen schnellen Zugriff auf Daten, die ständig in irgendeiner Form genutzt werden.

So füllt jedes Programm, das Sie in Ihrer laufenden Arbeit am Computer öffnen, den Arbeitsspeicher mit Daten. Diese Daten im Arbeitsspeicher, die in den RAM-Bausteinen zeitweise gelagert werden, werden vom Prozessor des Computers – auch CPU, `Central Prozessing Unit´, genannt – verarbeitet. Die Daten werden im Arbeitsspeicher in Speicherzellen abgelegt (Größe: 1 Byte), die wiederum in Zeilen, sog. `Pages´ organisiert sind.
Verbunden sind Arbeitsspeicher und CPU durch so genannte Bussysteme. Das Wort „Bus“ ist bildlich passend, da Bussysteme tatsächlich für den Transport zuständig sind: Etwa von Daten und deren Information darüber, wo diese gespeichert wurden (Adressbus).


Ein kleiner Teil der RAM – Bausteine dient als so genannter Cachespeicher. Er ist direkt mit dem Prozessor verbunden und erlaubt besonders schnelle Zugriffe auf Daten. Im Cache werden deshalb zwischenzeitlich Daten gespeichert, die während des Arbeitens am Computer besonders häufig gebraucht werden. Die Speicherung erfolgt stets nur kurze Zeit; seltener verwendete Daten im Cache werden durch aktuell häufiger genutzte ersetzt.

Praktische Vorteile

Theoretisch ermöglicht natürlich auch die Festplatte den Zugriff auf benötigte Daten, und tatsächlich werden häufig Daten auf diese ausgelagert, sobald der Arbeitsspeicher gefüllt ist. Der Unterschied ist, dass der RAM deutlich schneller an die CPU angebunden ist und damit enorme Transferraten ermöglicht, die mit herkömmlichen Festplatten nicht zu bewerkstelligen sind.

Doch welche Auswirkungen haben diese Vorteile in der Praxis? Nehmen wir an, wir öffnen zahlreiche „große“ Programme gleichzeitig – also etwa Photoshop, ein Programm für Videobearbeitung und vielleicht ein aktuelles Spiel. Wenn genügend RAM zur Verfügung steht, lassen sich all diese Applikationen problemlos bedienen und das Öffnen geschieht normalerweise sehr schnell. Ist der Arbeitsspeicher jedoch mit den Daten dieser Programme gefüllt, bricht die Geschwindigkeit drastisch ein. Die Ladezeiten in unserem Spiel verlängern sich enorm, Bilder und Videos können nur noch im Schneckentempo bearbeitet werden.

Fazit

• Arbeitsspeicher beschleunigen Zugriffe auf häufig genutzte Daten drastisch.

• Arbeitsspeicher sind die einzige Lösung, um die gleichzeitige Anwendung mehrerer Applikationen möglich zu machen.

• RAM ist erstaunlich preiswert und einfach aufzurüsten! Es ist nicht besonders schwer, einem älteren PC durch mehr RAM noch einmal neues Leben einzuhauchen.



9 Kommentare zu “Arbeitsspeicher – wozu brauche ich den?

  1. Hassan

    Danke, jetzt weiß ich wozu Arbeitsspeicher gut ist. Ich werde mein PC mit höheren Arbeitsspeicher ausrüsten. Noch mal Danke.

    1. MCMettwurst

      Wichtig für dich noch zu wissen ist, dass du für Gaming an sich nicht mehr als 8GB brauchst (ich baue in der Regel 16GB, weil 8GB schon knapp bemessen sind aber es reicht). Für andere Anwendungen wie Bildbearbeitung etc. solltest du auf die 16GB gehen und wenn dass nicht reicht holst du dir eben nochmal 16GB aber in der Regel braucht man als privater Nutzer nicht mehr als 32GB

  2. Rainer

    Das ist sehr gut beschrieben und ich werde jetzt erst mal meinen Fujitsu-Siemens PC aufrüsten, damit ich bei der Videobearbeitung mit MAGIX auf HD Filme schnell bearbeiten kann.

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